Vorfälle

 

Diese Chronologie ausgewählter Naziübergriffe zeigt, wie wichtig es ist, endlich für ein nazifreies Wuppertal einzutreten:

23. März 2013//Mettmann

Nazis unter anderem aus Wuppertal greifen in Mettmann Besucher*innen eines Konzerts gegen Rassismus an. Dabei werden 12 Menschen verletzt. Die Polizei nimmt zehn Nazis fest, gegen die jetzt wegen Körperverletzung ermittelt wird.

16. März 2013//Vohwinkel

Gegen 21:50 Uhr wird ein 19-jähriger Wuppertaler, der nach einer Demonstration gegen Neonazis in Düsseldorf mit der S-Bahn nach Hause fährt, im Zug von fünf Angehörigen der rechten Szene angegriffen.
Nachdem die Gruppe an der Haltestelle Vohwinkel von außen gegen die Scheibe klopft, steigt sie in die Bahn ein. Im Abteil bedrohen u.a. Kevin Koch (23) und Lukas Bals (24) den 19-Jährigen mit einer Glasflasche und besprühen ihn mit Pfefferspray. Anschließend flüchten die Angreifer. Das Opfer erleidet Augenreizungen und wird vor Ort von Rettungssanitäter*innen behandelt. Es wird ein Strafverfahren wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

10. März 2013

Wuppertaler Nazis nehmen an der Nazidemo in Soest teil und provozieren später in Dortmund vor der linken Kneipe Hirsch Q, die häufig von Nazis überfallen wird.

09. März 2013//Elberfeld

Nazis werfen Farbgläser auf AZ-Besucher*innen.

Nazis beschmieren am Kleeblatt Stolpersteine für ermordete jüdische Wuppertaler*innen und hinterlassen den Spruch „Nazikiez Südstadt“.

07. März 2013//Elberfeld

Nazis besprühen die Gedenktafel des von der SA ermordeten jüdischen Antifaschisten und Sozialdemokraten Oswald Laufer mit einem SA-Symbol.
In der Nacht nimmt die Polizei drei Nazis in Elberfeld fest, die rechte Parolen grölen.

03. März 2013//Langerfeld

Lukas Bals und Dennis Kristmann versuchen zu zweit die Gedenkveranstaltung für die Wuppertaler Sinti und Roma zu stören. Nachdem sie von Besucher*innen des städtischen Geländes verwiesen werden, rufen sie die Polizei an und wollen Besucher*innen wegen angeblicher Körperverletzung anzeigen.

18. Februar 2013//Elberfeld

In der Nacht beschmiert eine Nazigruppe die Fassade des Autonomen Zentrums mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen wie „Juden raus“ und „Holocaust=Lüge“. Unabhängige Zeug*innen erkennen u.a. Lukas Bals, wie er die Gruppe koordiniert und Schmiere steht, und Matthias Drewer, der sich fleißig der Farbe bedient.

23. Juni 2012//Barmen

Am frühen Samstagmorgen werden Wände und Stufen zum Café der Synagoge an der Gemarker Straße mit Hakenkreuzen und antisemitischen Schriftzügen beschmiert.

8. Mai 2012//Sonnborn

Die Polizei kann in der Nacht von Montag auf Dienstag drei von fünf Personen festnehmen, die im Bereich Garterlaie sowie Am Thurn rechte Parolen an eine Hauswand gesprüht haben. Die Nazis werden von zwei Zeug*innen beobachtet. In der Eugen-Lange-Straße halten die Zeug*innen, die bei der Rangelei leicht verletzt werden, eine 18-Jährige sowie einen 19- und einen 20-Jährigen fest. Bei der Durchsuchung stellt die Polizei eine Spraydose, Plakate sowie Klebstoff sicher. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung wird eingeleitet. Zudem wird geprüft, ob die Nazis auch für Schmierereien an den Wänden der Bundesbahnbetriebshäuser in der Creceliusstraße verantwortlich sind.

20. April 2012//Elberfeld
Ein 18-jähriger Neonazi aus Düsseldorf ging in der Nacht zum Freitag in Wuppertal mit einem abgebrochenem Flaschenhals auf zwei Kontrahenten (25, 31) los. Dies meldet das Solinger Tageblatt. Beide Angegriffene wurden so schwer verletzt, dass sie zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Das ältere Opfer liege mit tiefen Schnittwunden im Gesicht auf der Intensivstation. Der 18-Jährige soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Zum Bericht des Solinger Tageblatts. Auch die WZ schrieb zu diesem Vorfall. (Quelle: NRW Rechtsaußen)

12. Februar 2012//Wuppertal
In der Nacht vom 11. auf den 12. Februar attackiert eine Gruppe von Nazis (darunter mindestens 3 bekannte Vohwinkeler Nazis) in einer S-Bahn nach Wuppertal drei Punks. Die Nazis, die in Vohwinkel in die S-Bahn steigen, setzen sich sofort zu den drei Punks und beginnen unverzüglich sie zu beleidigen. Nach einem kurzem Wortwechsel schlägt einer der Nazis auf einen Jugendlichen ein. Später greifen Bahnangestellte ein und verweisen die Nazis des Zuges. Ausführlicher Bericht zum Vorfall auf linksunten.indymedia.

21. Januar 2012//Vohwinkel
Die Polizei löst eine Party der rechten Szene in der bekannten Vohwinkler Nazi-WG in der Kaiserstr. 30  auf und stellt dabei Waffen sicher. Grund für den Einsatz ist fortgesetzte Ruhestörung durch die zum Teil sehr betrunkenen Gäste. Gegen 21.35 Uhr beendet die Polizei schließlich die Feier, wobei 15 Menschen im Alter von 18 bis 41 Jahren in Gewahrsam genommen werden. Zehn weiteren Gästen erteilt die Polizei Platzverweise; zudem stellt sie diverse Waffen wie Messer und Pfefferspray sicher. Mehr dazu auf Blick nach Rechts.

21. Januar 2012//Uellendahl
Der Eingang zum jüdischen Friedhof Weinberg im Uellendahl wird mit antisemitischen Parolen und einem Hakenkreuz beschmiert. Die Räume der Linkspartei am Platz der Republik werden wieder mit Nazi-Parolen beschmiert und beklebt. Bericht in der Westdeutschen Zeitung (WZ).

19. Januar 2012//Elberfeld
Das Büro der Wuppertaler Landtagsabgeordneten Gunhild Böth wird erneut Ziel von Neonazis. Die Räume am Platz der Republik, welche auch den Kreisverband der Linken beheimatet, wird mit Aufklebern mit Nazi-Parolen beklebt.

11. Januar 2012//Vohwinkel
Aus einem Haus in der Wrangelallee in Vohwinkel werden bei einer Party Nazi-Parolen gerufen. Die Polizei nimmt einen 23-jährigen fest und leitet ein Ermittlungsverfahren wegen verbotener Parolen ein. dabei unterläuft der Polizei eine peinliche Panne: Die Beamten irren sich in der Hausnummer und stürmen die falsche Wohnung. Die übberraschten Bewohner*innen der irrtümlich gestürmten Wohnung sehen sich zu allem Überfluss noch mit einer Strafanzeige durch die Polizei wegen Widerstandes  konfrontiert. Mehr dazu in der Westdeutschen Zeitung (WZ) hier und hier.

03. Januar 2012//Vohwinkel
Unbekannte werfen zwei Scheiben der Grundschule an der Nathrather Straße werden ein. Der Grund: Hinter den Scheiben befanden sich die von Kindern angefertigten Plakate mit der Aufschrift „Vohwinkel ist bunt“ und „Hand in Hand“, die sich angesichts der rechten Szene im Stadtteil für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.

31. Dezember 2011//Wuppertal
Ein 25-jähriger Wuppertaler, der gegen 4.30 Uhr mit der S-Bahn in Richtung Düsseldorf auf seinem Weg zur Arbeit ist, wird angegriffen. Nachdem er von drei Nazis, zwei Männern und einer Frau, deren Alter auf 17 bis 19 Jahre geschätzt wird, angesprochen wird und auf die rechten Pöbeleien des Trios abweisend reagiert, schlägt einer der Nazis dem 25-jährigen zwei Mal mit der Faust ins Gesicht. Zwei couragierte Fahrgäste stellen sich vor das Opfer. Die Nazis können unerkannt an der Haltestelle Vohwinkel die Bahn verlassen.

15. Dezember 2011
Sechs Neonazis werden in Gewahrsam genommen, da sie einen Platzverweis nicht befolgt haben, den Polizeibeamte gegen sie am Rande einer Demonstration gegen Rechts ausgesprochen hatten. Zudem werden Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet, weil im Verlauf der Kundgebung laut Zeug_innen Laserpointer auf Demonstrant_innen gerichtet werden. Ein Bericht dazu in der Westdeutschen Zeitung (WZ) findet sich hier. Mehr zum 15.Dezember 2011.

10. Dezember 2011//Elberfeld
Kurz nach Mitternacht beschimpfen drei Nazis aus Vohwinkel – 20, 24 und 27 Jahre alt – auf dem Platz am Kolk in der Elberfelder Innenstadt  einen 18-jährigen türkischen Jugendlichen und schlagen ihn anschließend ihn nieder. Als die Polizei einzugreifen versucht, werden die drei Männer noch aggressiver. Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray kann das alkoholisierte Trio festgenommen und in die Ausnüchterungszelle gebracht werden. Sogar die Bild berichtet.

02. Dezember 2011//Vohwinkel
Die von Schülerinnen und Schülern aus dem Stadtteil gestalteten und angebrachten Plakate für ein buntes und friedliches Vohwinkel werden noch am gleichen Tag drei Nazis wieder abgerissen. Die Plakate mit Aufschriften wie „Vohwinkel ist bunt“ sollten ein Zeichen gegen Nazi-Aktivitäten im Stadtteil setzen.

09. November 2011//Vohwinkel
Mehr als 2500 Menschen gedenken den Opfern der so genannten Reichspogromnacht und protestieren gegen die aktuellen Naziaktivitäten in Wuppertal-Vohwinkel. Am Rande der Demonstration treten bekannte Neonazis massiv auf: Sie hängen Transparente und Fahnen aus den Fenstern der Kaiserstr. 30 und brüllen über einen längeren Zeitraum antisemitische und menschenverachtende Hetzparolen. Die Polizei unternimmt keinerlei Anstalten dieses zu unterbinden und stellt sich statt dessen schützend vor das Haus. Im Polizeibericht heißt es später »Keine besonderen Vorkommnisse«. Auf dieses Zitat spiel auch der Film Keine besonderen Vorkommnisse vom Medienprojekt Wuppertal an. Mehr zum 9. November 2011.

25. September 2011//Vohwinkel
Linke Flohmarktbesucher_innen werden gegen 3:00 Uhr am Morgen auf der Kaiserstrasse von einer 12-köpfigen Nazigruppe mit Knüppeln und Fahnenstangen angegriffen. Die Nazis knüppelten gezielt auf die Köpfe der Menschen ein, die zum Teil schwere Kopfverletzungen zu erleiden hatten. Insgesamt wurden 4 Personen durch Knüppelschläge am Kopf verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Als Täter erkannt wurden Nazis aus Wuppertal und Hamm erkannt. Ausführlicher Bericht auf huschhusch.blogsport.de.

15. September 2011//Elberfeld
Ein Wuppertaler Nazi-Pärchen verfolgt in der Elberfelder Innenstadt zwei alternativ aussehende Jugendliche und filmt sie. Die Angreiferin zieht ein Messer und bedroht beide damit.

27. Juli 2011//Vohwinkel
Vier Nazis greifen am helligten Tag und auf offener Strasse Antifaschist_innen auf der Kaiserstrasse mit Glasflaschen, Pfefferspray und Knüppeln an.

16. Juni 2011//Elberfeld
Zwei Nazigegner_innen werden in der Wuppertaler Fußgängerzone von einem Wuppetaler Nazi-Pärchen angegriffen. Im Verlauf der Auseinandersetzung zieht der Angreifer unter den Worten »ich habe kein Problem jemanden in der Öffentlichkeit abzustechen« ein Messer und versucht damit zuzustechen. Durch Glück wird niemand ernsthaft verletzt.

30. Mai 2011//Vohwinkel
In der Nacht wird die Eingangstüre des Jugendzentrums Tesche mit Hakenkreuzen und verschiedensten antisemitischen und rassistischen Sprüchen und Hetzparolen beschmiert.

28. Mai 2011//Vohwinkel
Nach einer Demonstration der NVU in Enschede (Niederlande) randalieren Nazis in der Bahn. Neun Nazis (u.a. aus Wuppertal und Radevormwald) werden von der Bundespolizei vorläufig festgenommen.

19. Mai 2011//Vohwinkel
Weil sie die Scheibe der SPD-Geschäftsstelle in Wuppertal-Vohwinkel mit Naziaufklebern beklebt hat – in Form eines Hakenkreuzes -, verhängt das Amtsgericht einen Strafbefehl über 800 Euro gegen eine 22-jährige Frau (die Freundin eines Wuppertaler Nazis).

8. Mai 2011//Vohwinkel
Der Bürgerverein Vohwinkel zeigt im BürgerBahnhof eine Dokumentation über den Staatsanwalt Fritz Bauer. Im Laufe der Veranstaltung tauchen etwa ein Dutzend bewaffneter Nazis in der Vohwinkler Bahnhofshalle auf und bedrohen das Publikum und die Veranstalter_innen. Die Westdeutsche Zeitung (WZ) berichtet.

30. April 2011//Wuppertal
In einer S-Bahn nach Wuppertal wird eine Gruppe Punks von zwei Wuppertaler Nazis und einem Eftstädter Nazi angepöbelt und mit Pfefferspray angegriffen. Auch viele unbeteiligte Passagiere sind vom Angriff betroffen. Einige helfen den Betroffenen aus dem Abteil zu kommen. Um die Verletzten zu versorgen, müssen mehrere Krankenwagen bereitgestellt werden.

15. April 2011//Elberfeld
In der Nacht auf den Jahrestag der Befreiung Wuppertals wird das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus im Deweerthschen Garten mit Hakenkreuzen und Farbkleksen beschmiert.

12. März 2011//Mettmann/Bergisches Land/Rheinland
Wuppertaler Nazis organisieren gemeinsam mit Gruppen aus der Umgebung eine Mobilisierungsveranstaltung für die Aufmärsche in Stolberg. Diese findet in der »Lounge Deluxe«, einem Etablissement in Mettmann statt. Als Redner treten u.a. Kevin Koch und der Möchtegern-Hitler Axel Reitz (Köln) auf.

14. Februar 2011//Elberfeld(Ostersbaum)
Am 14.2.2011 wurden an die Scheiben und die Eingangstür des Informationsbüros Nicaragua Hakenkreuze gesprüht und Anti-Nazi-Plakate
übersprüht.

03. Februar 2011//Elberfeld (Ostersbaum)
Die Scheiben des Informationsbüros Nicaragua wurden mit schwarzer Farbe besprüht und somit das Logo und alle Plakate, die zu Aktivitäten gegen
Nazis aufrufen, unleserlich gemacht.

29. Januar 2011//Elberfeld
Mit vierstündiger Verspätung ziehen rund 150 Nazis von Unterbarmen in Richtung Elberfeld. Sie grölen »Haut den Linken die Schädeldecke ein!« und stimmen später das HJ-Lied »Ein junges Volk steht auf« an – das Singen und Abspielen dieses Liedes wird in manchen Bundesländern als Straftat gewertet. Bereits vor dem Aufmarsch werden ca. 50 z.T. bewaffnete Nazis von der Polizei festgenommen, da sie versuchen Gegendemonstrant_innen anzugreifen. Nach diesem Angriff, dem Grölen verbotener faschistischer Parolen, sowie Aufrufen zu Gewalttaten, hätte die Demonstration (theoretisch) verboten, bzw. schleunigst durch die Polizei aufgelöst werden müssen. Mehr zum 29.1.2011

30. November 2010//Elberfeld
25-30 Nazis aus Wuppertal und Umland stören die Premiere des Dokumentarfilms »Das braue Chamäleon« im CinemaxX. Sie randalieren im Foyer des Kinos, greifen einen Ordner an und sprühen Pfefferspray gegen Kinobesucher_innen. Die Polizei kann 13 Nazis, also die Hälfte der ursprünglichen Gruppe, in der Nähe festnehmen. Es kommt jedoch schnell zu berechtigter Kritik am Polizeieinsatz und den folgenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft: Die Polizei habe zu langsam reagiert und es unterlassen, vor Ort Zeug*innen zu befragen, oder deren Personalien zwecks späterer Zug*innenaussage festzustellen. Ein ähnlich schwaches Ermittlungsinteresse schien die Wuppertaler Staatsanwaltschaft an den tag zu legen, und stellte die Ermittlungen kurzerhand ein. Dies resultierte in großer öffentlicher Empörung, welche Polizei und Staatsanwaltschaft schließlich dazu nötigte die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Auch die Westdeutsche Zeitung (WZ) berichtet.

06. September 2010//Elberfeld (Ostersbaum)
Zum ersten Mal kleben Naziaufkleber an den Scheiben des Informationsbüros Nicaragua, die antirassistische Flyer überdecken.